Chicorée – Salat oder Gemüse?

Chicoree

Orangen oder Mandarinen sind die beliebtesten Zutaten für einen Chicoréesalat. Das süße Obst soll den leicht bitteren Geschmack ausgleichen. In Deutschland wird Chicorée meistens nur roh als Salat gegessen. Dabei schmeckt er gegart viel milder, denn durch das Garen geht viel von der Bitterkeit verloren. In diesem Beitrag erfahren Sie alles über Chicorée. Woher das gesunde Wintergemüse kommt, was Sie beim Einkauf und Lagerung beachten müssen und wie Sie das Wintergemüse richtig zubereiten.

Woher kommt das leckere Wintergemüse?

In der freien Natur sucht man Chicorée vergebens. Chicorée sind die Sprossen der Zichorie. Sie wurden zufällig Mitte des 19. Jahrhunderts in Belgien entdeckt, als aus gelagerten Zichorienwurzeln Sprossen ausgetrieben wurden. Die Zichorie wächst in den gemäßigten Zonen Europas und Vorderasiens. Aus gerösteten Zichorienwurzeln wird der koffeinfreie Zichorienkaffee hergestellt.

Das neu entdeckte Blattgemüse mit dem leicht bitteren und nussigen Geschmack eroberte sich schon bald einen festen Platz in der Gemüseküche. Egal, ob als Rohkost, gedünstet oder gebraten.    

Warum ist Chicorée so gesund?

Wenn man sich die Stauden so anschaut, dann glaubt man gar nicht, wie viele wertvolle Nährstoffe in ihnen stecken. Die Blätter enthalten Zink, das die Abwehrkräfte stärkt und Kalium, das entwässert. Die Bitterstoffe regen die Verdauung an, sind antibakteriell, blutreinigend und entzündungshemmend. Und das ist noch nicht alles. Chicorée hilft, den Cholesterinspiegel zu senken und enthält außerdem reichlich Mineralstoffe und die Vitamine C, E, B.

Gute Nachricht für alle, die abnehmen möchten – Chicorée besteht bis zu 94 % aus Wasser und ist mit nur 17 kcal pro 100 g sehr kalorienarm. Die Nährstoffe sorgen auch dafür, dass die Hungergefühle nicht überhandnehmen.

Richtig einkaufen und lagern

Chicorée

Chicorée kann man ab Oktober bis in den April hinein kaufen. Die Hauptsaison dauert von November bis Januar. In letzter Zeit wird der lichtempfindliche Chicorée in geschlossenen Kartons angeboten. Die Stauden sollten fest und die gelben bis hellgrünen Blätter geschlossen sein. Je dunkler das Grün, desto bitterer der Geschmack. Bei dunklen Stellen oder welken Blättern lieber liegen lassen. 

In einigen Geschäften wird auch Chicorée mit roten Blättern angeboten. Das ist eine Züchtung aus Radicchio und Chicorée, die milder schmeckt und am besten roh gegessen werden sollte, da sie beim Erhitzen die rote Farbe verliert.

Zu Hause sollte der Chicorée schnellstmöglich zubereitet oder in ein feuchtes Küchentuch eingewickelt in das Gemüsefach des Kühlschranks gelegt werden. Wenn es möglichst wenig dem Licht ausgesetzt wird, kann das Gemüse bis zu einer Woche frisch bleiben. Notfalls kann es blanchiert oder gegart eingefroren werden.

Wie wird Chicorée zubereitet?

Pasta mit Chicorèe - Zutaten

Chicorée ist sehr vielseitig. Er kann gedünstet, gekocht, gebraten oder roh gegessen werden. Um den bitteren Geschmack auszugleichen, wird er gerne mit Obst kombiniert. Orangen, Mandarinen, Birnen und Äpfel passen hervorragend dazu. Weitere beliebte Kombipartner sind Garnelen, Thunfisch, Schinken und Hähnchenbrust. Ein kräftiger Käse wie Blauschimmel-, Schafs- oder Ziegenkäse harmonieren ebenfalls mit dem Wintergemüse. Als Topping passen Walnüsse. Als Salatdressing ist eine Senf-Honig-Vinaigrette ideal. Auch andere Gemüsesorten wie Tomaten oder roter Paprika passen wunderbar dazu.

Chicorée kann mehr als nur Salat. Gegart schmeckt er viel milder als roh. Gebraten und mit Balsamico abgeschmeckt passt das Gemüse als Beilage zu kurz gebratenem Fisch oder Fleisch. Mit Schinken umwickelt und mit einer Käsesauce überbacken ist das Gemüse ein Genuss.

Chicorée vorbereiten

Zubereitung: Da die Bitterstoffe vorwiegend im Strunk sitzen, sollte er entfernt werden. Dazu den Chicorée längs halbieren und den Strunk keilförmig herausschneiden. Das geht einfacher, als wenn man den Strunk aus der ganzen Staude entfernen will. Unter fließendem Wasser waschen und abtrocknen. Für einen Salat die Blätter ablösen oder die Hälften quer in Streifen schneiden oder je nach Rezept weiter verarbeiten.

Schon probiert? Pasta mit Chicorée

Pasta mit Chicorèe

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