Ravioli mit Auberginenfüllung

Ravioli mit AuberginenfüllungRavioli mit Auberginenfüllung

Aktualisiert am 30. Oktober 2020

„Nicht schon wieder Ravioli!“ Wenn Ihnen dieser Gedanke durch den Kopf geht, dann haben Sie noch nie selbst gemachte Ravioli gegessen. Viele Umfragen beweisen, die Deutschen lieben Ravioli. Ich auch! Durch die verschiedenen Füllungen schmecken Ravioli jedes Mal anders. Im Gegensatz zu den gekauften Ravioli mit den immer gleichen Füllungen können Sie kreativ werden und Neues ausprobieren. Da Auberginen zu meinem Lieblingsgemüse gehören, stelle ich Ihnen heute meine Ravioli mit Auberginenfüllung vor.

Als Anhänger der mediterranen Küche haben Sie schon bestimmt eine Auberginencreme gegessen. Wenn Ihnen diese geschmeckt hat, werden Ihnen auch diese Ravioli schmecken. Probieren Sie es einfach aus!

Die Auberginen für die Füllung werden im Ofen gegart. Sie entfalten dann das typische Aroma. Statt Parmesan habe ich Pecorino genommen. Er ist kräftiger und würziger im Geschmack. Ich habe im Rezept eine Knoblauchzehe angegeben, je nach Geschmack können es auch mehr werden. Wahlweise können Sie verschiedene Kräuter verwenden. Frische Minze passt gut zum Pecorino, ist aber nicht jedermanns Sache. Nehmen Sie nicht zu viel Minze, damit sie nicht dominiert. Wenn Sie keine Minze mögen, nehmen frisches Basilikum oder Rosmarin. Nach Möglichkeit nur frische Kräuter verwenden.

Welche Form die Ravioli haben, ist im Prinzip egal. In dem Beitrag Ravioli selbst gemacht – so gehts habe ich die verschiedenen Arten vorgestellt. Wenn ich Ravioli mache, bleibt mir meistens noch Teig übrig. Ich schneide daraus Tagliatelle, die ich anschließend koche. Je nach Menge reicht es am nächsten Tag für ein schnelles Pastagericht oder einen Salat. Habe ich mehr Ravioli gemacht, als ich benötige, friere ich sie ungekocht ein.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Rezept für Ravioli mit Auberginenfüllung

Teig für Ravioli

Zutaten:

  • 200 g Mehl Type 550 oder Farina die grano tenero tipo 00*
  • 100 g Hartweizengrieß
  • 3 Eier (Größe M)
  • 2 TL Olivenöl
  • 2 TL Wasser
  • eine Prise Salz
  • Mehl zum ausrollen

Zubereitung:

Mehl, Grieß und Salz vermischen, eine Mulde hineindrücken und die Eier hinein gleiten lassen. Olivenöl und Wasser zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten, wie im Grundrezept beschrieben. Teig zu einer Kugel formen und in Klarsichtfolie einwickeln, damit der Teig nicht austrocknet. Mindestens 30 Minuten besser 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.

Füllung

Zutaten für die Auberginenfüllung
Zutaten für die Auberginenfüllung

Zutaten:

  • 2 große Auberginen (ca. 800 g)
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 60 g geriebener Pecorino
  • 1 Bio Zitrone
  • 4-6 EL Semmelbrösel
  • 1 TL Balsamico Creme
  • Salz, Pfeffer
  • frische Minze oder Basilikum

Zubereitung:

Die Auberginen waschen und abtrocknen. Den Stielansatz abschneiden. Die Auberginen längs halbieren und mit den Schnittflächen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im Ofen bei 200 Grad Ober/Unterhitze ca 25 Minuten garen. Abkühlen lassen.

Die Auberginen mit einem Löffel auskratzen. Im Mixer zusammen mit der Knoblauchzehe zu einer sämigen Paste pürieren. In eine Schüssel umfüllen. Mit geriebenem Pecorino, 4 EL Semmelbrösel, Zitronenschale, einer halben Zitrone und Balsamico Creme verrühren. Frische Minze oder Basilikum grob schneiden und zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn die Masse zu flüssig ist, Semmelbrösel zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Tomatensauce

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 2 sehr reife Tomaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • einige Blätter frisches Basilikum

Zubereitung:

Die Zwiebel und Knoblauch schälen und klein würfeln. Die Tomaten halbieren, den Stielansatz ausschneiden und würfeln. Den Saft auffangen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel und Knoblauch anbraten, bis sie glasig sind. Die geschnittenen Tomaten mit dem Saft zugeben und unter Rühren solange braten, bis der Saft verdampft und eine sämige Sauce mit stückigen Tomaten entsteht. Das dauert nur ein paar Minuten. Mit Salz und Pfeffer würzen, eventuell mit einer Prise Zucker abschmecken.

Die Basilikumblätter in Streifen schneiden und unterheben.

Ravioli

Den Teig portionsweise mit einem Nudelholz* oder einer Pastamaschine auf Stufe 6 dünn ausrollen. Zwischendurch den Teig mit Mehl bestäuben. Den restlichen Teig wieder einwickeln, damit er nicht austrocknet.

Sie haben die Wahl, wie Sie die Ravioli formen möchten. In Ravioli selbst gemacht – so gehts habe ich die verschiedenen Arten vorgestellt. Ich habe diesmal die Ravioli mit den Raviolibrett* hergestellt. Zuerst das Brett bemehlen und eine Teigbahn locker auf das Brett legen. Mit einem Teelöffel oder mit einer Spritztüte die Füllung in die Mulden verteilen. Eine zweite Teigbahn darauflegen und andrücken. Mit dem mitgelieferten Nudelholz die Ravioli trennen, dabei fest aufdrücken. Die fertig geformten Ravioli auf das Backbrett ausklopfen.

Die Ravioli portionsweise in kochendem Salzwasser 5-8 Minuten garen.

Fertigstellen

Die Ravioli auf vorgewärmte Teller geben, die Tomatensauce darüber verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan servieren.


Sie mögen keine Tomatenschale in der Sauce?

Tomaten vor der Zubereitung schälen: Tomaten kreuzweise am Stielansatz einschneiden und für 1-2 Minuten ins kochende Wasser legen. Abschrecken und die Schale mit einem scharfen Messer abziehen. Dann weiter verarbeiten, wie im Rezept angegeben.

Was mache ich, wenn die Füllung nicht reicht?

Je nachdem, wie großzügig die Ravioli gefüllt werden, kann es passieren, dass die Füllung nicht für den ganzen Teig reicht. Die einfachste Möglichkeit ist, die fehlende Füllung durch Frischkäse zu ersetzen. Ich habe es mit verschiedenen Sorten ausprobiert. Sehr gut hat es mir mit einem Frischkäse mit Kräutern, Frischkäse mit Oliven oder Frischkäse mit Meerrettich geschmeckt.

Was mache ich mit dem restlichen Teig?

Je nach dem, wie groß die Ravioli sind, bleibt Teig übrig. Aus dem restlichen Teig können Sie Tagliatelle schneiden oder eine andere Füllung nehmen. Für solche Notfälle habe ich Frischkäse vorrätig.

Mehr Ravioli gemacht, als benötigt?

Kein Problem. Ravioli lassen sich gut einfrieren.

Roh einfrieren: Frischhaltefolie zwischen die Lagen legen. Langsam auftauen lassen, anschließend kochen. Sie schmecken, wie frisch zubereitet.

Gekocht eingefrorene Ravioli eignen sich gut für einen Gratin. Ein Rezept dafür finden Sie in Ravioligratin – eine clevere Resteverwendung.


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Kategorie Rezepte, vegetarisch
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Die mediterrane Küche mit ihrer Vielfalt und Einfachheit, begeistert mich immer wieder. Diese Begeisterung möchte ich weitergeben und zeigen, wie einfach es ist, leckere Pasta selber zu machen. Und ich verrate Ihnen Tipps, die das Kochen leichter machen. Wenn ich nicht gerade koche oder blogge, verbringe ich meine Zeit meistens mit Lesen oder Nähen.